Deutsch, Deutsch, Deutsch

Die Verfielfältigung von Dokumenten und Büchern erfolgte durch handschriftliche Arbeiten von gebildeten Nonnen und Mönchen in den Klöstern. Obwohl es im asiatischen Bereich bereits seit dem 8. Jahrhundert Drucklettern aus Holz gab, dauerte es bis 1450, als der in Mainz geborene Johannes Gutenberg (1397 – 1468) mit beweglichen Lettern aus Metall am Buchdruck arbeitete. Vorherige Versuche mit Holzlettern waren zeitraubend und aufwendig. Die Benutzung von beweglichen Lettern und einer Metalllegierung zum Giessen brachten einen Durchbruch.  https://people.uta.fi/~trjusc/Johannes.htm

Ab da begann eine Ausbreitung des Buchdrucks per Druckerpresse weltweit.

Die ersten Zeitungen:

Johann Carolus (26.3.1575 in Mühlach/Münstertal – 15.8.1634) war ein deutscher Buchbinder und Verleger in Strassburg. Er spezialisierte sich auf die Verbreitung von Nachrichten, die er durch Kuriere per Pferd erhielt. Diese Nachrichten aus aller Welt wurden per Hand geschrieben. Man schaffte bestenfalls 20 Exemplare pro Woche. Bereits 1604 kaufte er eine Verlagsdruckerei in Straßburg. Deswegen bat er am 21.12.1605 um die Erlaubnis, die Nachrichten (Avisen) aus aller Welt in seiner Druckerei drucken zu lassen. Das vor über 400 Jahren in der elsässischen Weltstadt gegründete und gedruckte Blatt hieß „Relation aller fürnemmen und gedenckwürdigen Historien“. Er war demnach der 1. Zeitungsverleger der Welt.

Die zweitälteste Zeitung „Aviso“ wurde am 15. Januar 1609 erstmals in Wolfenbüttel im damaligen Herzogtum Braunschweig verteilt. Herausgeber Julius Adolph von Söhne  gest. 24.1.1616

http://www.badische-zeitung.de/strassburg/wie-im-jahr-1605-in-strassburg-die-relation-die-erste-zeitung-der-welt-herausgegeben-wurde–123079221.html

Weitere Zeitungsbetrieb entstanden: 1610 eine Zeitung in Basel, 1615 in Frankfurt, 1617 in Berlin, 1618 in Hamburg etc. bis 1631 – dann kriegsbedingt wieder weniger und zum Ende des Jahrhunderts wieder mehr.

Viele der größten Denker und Künstler der Neuzeit dachten und schrieben auf Deutsch:  Einstein, Freud, Nietzsche, Kant, Beethoven, Marx, Kafka, Goethe – und viele andere Gelehrte der Musik, Philosophie, Religion, Psychologie, Geschichte, Politikwissenschaften, des Ingenieurwesens und der meisten anderen Wissenschaften finden Deutsch für ihre Forschungen besonders wertvoll.

Seit Luthers Zeiten wird um den Erhalt und Verbesserung der deutschen Sprache gerungen. Der Einfluss von fremden Sprachen sollte verhindert werden, lateinische und französische Wörter wurden durch deutsche ersetzt, so wurden z.B. 760 Fremdwörter des Postwesens im Jahre 1874 durch deutsche Wörter ersetzt.

Deutsche Frakturschrift war von der Mitte des 16. Jahrhunderts bis 1941 die Druckschrift im deutschsprachigem Raum. Sie wurde von Hitler verboten, weil er wollte, dass seine Texte in den besetzten Ostgebieten und überall auf der Welt gelesen werden könnten. Mit einem zweiten Rundschreiben vom 1. September 1941 wurde auch die Verwendung der deutschen Schreibschriften untersagt. Nach dem Krieg verboten die Alliierten die Schrift, weil sie sie nicht lesen konnten.

http://www.liederschatz.net/deutschtum/

Zusammengestellt von Ursula Ortmann, Rees

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