Ich bin nicht Charlie

Laut wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Charlie_Hebdo zeichnet sich die Satirezeitung u.a. dadurch aus, beleidigende Zeichnungen über den Propheten Mohammed zu veröffentlichen. Ich habe grundsätzlich etwas dagegen, Andersgläubige oder Andersdenkende zu belächeln, zu beleidigen oder Witze darüber zu reissen.

Jetzt gab es einen Anschlag auf diese Zeitung mit unbekanntem Täterhintergrund. Die mutmasslichen Täter wurden dem Islam zugeordnet aufgrund fadenscheiniger Belege. Die mutmasslichen Täter wurden getötet – es gibt also keine Verhandlung über Falschheit oder Richtigkeit der Behauptung. Alles ist Spekulation.

Führende Politiker aus aller Welt zeigten sich solidarisch – mit wem eigentlich?

Sind sie Charlie, dann wären sie mit der Verspottung des Islam einverstanden?

Diese Politiker reisten zum „Solitaritätsmarsch“ an. Die Medien vermittelten den Eindruck, als wenn die Politiker gemeinsam mit dem Volk gingen. „Die politische Weltelite auf der Strasse Seite an Seite mit dem Volk“ so wörtlich das ZDF.

Tatsächlich waren die Politiker in einer Seitenstrasse „unter sich“ und übten medienwirksam den Trauergang, damit die Presse dieses aufnehmen konnte.

Am gleichen Tag – am 11.1.2015 – stand die Ostukraine unter schwerstem Beschuss. So wurden z.B. über 300 Bergarbeiter untertage eingeschlossen, wovon 150 gerettet werden konnten. Über die anderen Bergarbeiter gab es keine Berichte mehr. http://aktuell-nachrichten.com/aktuell/mehr-als-300-bergarbeiter-in-donezk-in-mine-eingeschlossen

Medien, die dominomässig die Berichte mit fast gleichem Wortlaut veröffentlichen, hielten sich zurück. Gibt man den Begriff „Bergarbeiter Ukraine 11.1.2015“ bei google ein, erhält man noch keine 5 Hinweise. Berichte darüber, dass die ukrainische Zeitung Slawjanka am 10.1.2015 mit Molotovcocktails attackiert wurden, gingen durch den Brandanschlag auf die Hamburger Morgenpost unter.

Autor: Ursula Ortmann, Rees

Damit man den Link nicht übersieht  https://www.youtube.com/watch?v=qrUC-eTpUnc

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