Wintersonnenwende

Wenn die Sonne in den Steinbock geht, zeigt sie den kürzesten Tag des Jahres an.

Drei Tage später feiern wir das Geburtsfest Jesu. Man kann davon ausgehen, dass dieses Fest auf den Tag der Geburt der Göttin Lucina gelegt wurde, wo auch der Gehörnte Gott verehrt wurde. Gehörnte Gottheiten wurden in der klassischen Mythologie verehrt und waren Götter der Kelten und Germanen: http://www.terraner.de/Cernunnos.html

Für viele ist Pan ein Begriff, der Gott der Wälder und Wiesen. Im Gegensatz zu wikipedia beschreibt Michael J. Roads ihn in seinem Buch „Im Reich des Pan“ ihn als vollendete Schönheit mit orientalischen Gesichtszügen.

Wenn eine Mondfinsternis stattfindet, bedeckt der Schatten der Erdkugel den Mond. Wenn es nur teilweise geschieht, sieht der Mond aus, als wenn er Hörner hat. Überliefert ist auch, dass bis 3 Tage nach Neumond alles ruhen soll und man nichts Neues beginnen soll. Nebenbei bemerkt ist Vollmond oder Neumond auch nicht alle 4 Wochen, sondern ca. alle 29,5 Tage, da auch die Sonne sich im Tierkreis weiterbewegt.

Hörner nehmen laut Jakob Lorber Energien auf, die das Wesen mit dem Göttlichen verbindet. Die Religionen haben den Gott der Natur und schöpferischen Kräfte (wozu auch die Zeugungskraft gehört) kurzerhand zum Gegenteil ernannt, der Gehörnte Gott wurde zum Teufel und die Lichtbringerin zum Satan ernannt.

Lucina ist eine römische Geburtsgöttin – ähnlich wie Juno und im griechischen Eileithyia – und hilft als Lichtbringerin Kindern ans Licht der Welt. Ein neuer Kreislauf beginnt. So feiern einige skandinavische Länder das Julfest bzw. den Luciatag.

Nach einer Erzählung soll es den Adventkranz seit 1839 geben. http://de.wikipedia.org/wiki/Adventskranz

Schaut man sich den klassischen Kranz an, so stehen 4 Kerzen im Quadrat auf einem Kreis.

Die 4 Kerzen können sinnbildlich für die 4 Elemente stehen: Feuer, Erde, Wasser, Luft bzw. für die 4 Himmelsrichtungen. Der Kreis als das Sein ohne Anfang und Ende.

Schamanen rufen die Schutzgeister der 4 Himmelsrichtungen  sowie der Mutter Erde und des Vaters Himmel. Auch diese können wir auf den Kranz übertragen. Das Tannengrün für Mutter Erde und die Öffnung in der Mitte für den Geist des Himmels (Vater, Gott, Schöpfer), der alles durchdringt und belebt. Die Lichter auf dem Kranz sollen Licht in die Dunkelheit bringen und Hoffnung, dass sich alles zum Guten wendet.

Autor: Ursula Ortmann, Rees

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Eine Antwort zu Wintersonnenwende

  1. fridakopp schreibt:

    Das finde ich gut, all die christlichen Bräuche mal aus einer
    umfassenderen Perspektive zu betrachten.

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