Haiku

Unter Haiku versteht man eine Dichtform, die aus drei Zeilen besteht, die erste hat 5 Silben, die zweite sieben und die dritte wieder fünf. Es soll das anschaulich beschreiben, was man in der Natur sieht.

Seit 1988 gibt es eine Deutsche Haiku-Gesellschaft, auch bei wikipedia erhält der Interessierte mehr Auskunft.

Ich habe aus Freude an der Kreativität einige Verse erdichtet. 😉

Birkes weisser Stamm
leuchtet durch den Blätterwald,
welches lautlos weht.

Die Wolken ziehen,
verändern stets ihre Form
und ihre Gestalt.

Die Kiefer steht still,
läßt gross reifen die Zapfen
die sich aussäen.

Der Haselnussbaum
lässt Nüsse heranreifen,
sie fallen herab.

Die Kohlmeise sucht
ob ein Stück Brot herumliegt,
was sie picken kann.

Autor: Ursula Ortmann, Rees

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7 Antworten zu Haiku

  1. nandalya schreibt:

    Versuchs mal so:

    Die Wolken ziehen
    stets verändernd ihre Form
    nichts bleibt wie es ist

    Haikus sind nicht wirklich schwer 🙂

  2. ursulaortmann schreibt:

    Aber auch nicht leicht, wenn man keinen vorherigen Text umändert.. 😉 Aus aktuellem Anlass noch einen:
    Nebel zieht weiss hoch
    macht aus Bäumen und Wiesen
    eine Geisterwelt.
    🙂

  3. nandalya schreibt:

    Als Teenager hatte ich Matsuo Bashō (für mich) entdeckt. Aber Schreiben bedarf wie alles im Leben steter Übung. Meine Kunst ist die der leeren Hand. Zur „Feder“ habe ich erst wieder vor einiger Zeit gegriffen.

  4. ursulaortmann schreibt:

    Dazu muss man wissen, dass du japanische Wurzeln hast, 🙂 wo kunstvolles Schreiben und Dichten Zuhause ist. Künstlerische Betätigung aller Art wird hier in Deutschland meist müde belächelt. Aber ich lass mich davon nicht beirren.
    Ich weiss nicht, was man unter „die der leeren Hand“ verstehen muss. Erklärst du es mir? 😉

  5. nandalya schreibt:

    Leere Hand ist die Übersetzung von Karate, der vermutlich bekanntesten japanischen Kampfkunst. Ja, auch Karate ist Kunst. Leider wird im „Westen“ nicht die Philosophie dahinter gelehrt, sondern meist Mann mag sich lieber in harten Techniken üben. Daher entsteht oft ein falsches Bild. Auch durch blödsinnige „Karate Filme.“

    Deutschland erscheint mir Kunst müde. Das Land der Dichter und Denker ist weit hinter die USA zurückgefallen. Dort gibt es bereits in der High School Kurse für kreatives Schreiben. Auch ich lasse mich davon nicht entmutigen! Mit meinem Blog habe ich erstmals seit fast vier Jahren wieder zur Feder gegriffen und werde die Welt nun mit meinen Ansichten beglücken 😉

  6. ursulaortmann schreibt:

    Vielen Dank für die Erklärung. Jede künstlerische Tätigkeit galt schon immer als „brotlose Kunst“ von „Hungerleidern“. In den Schulen wurde bei Lehrermangel als erstes Kunst und Sport gestrichen.
    Deine Blogseite liest sich gut. Vielleicht kannst du die eine oder andere Philosophie hinter den japanischen Künsten deutlich machen. Ich habe z.B. ein Buch über japanische Malerei. Dort heisst es, dass ein japan. Maler nicht einfach einen Baum malt, sondern er meditiert und kommuniziert mit dem Baum und wenn er ihn verstanden hat, dann erst malt er ihn. Ich weiss nicht, ob das stimmt, es hört sich aber spannend an.

    Liebe Grüsse
    Ursula

  7. nandalya schreibt:

    Japan blickt wie Deutschland auf eine lange Tradition großer Künstler zurück. Ich verstehe nicht viel von Malerei, aber das Buch hat Recht. In jeder Kunstform gilt es die Kunst zu erfühlen. Egal ob nun nur im Karate, oder der Malerei. Auch mit Worten ist es nicht anders. Dein Geist muss frei von Einflüssen sein, damit die Worte zu dir kommen, aus dir fließen. Bei mir funktioniert das oft mit Musik. Sie öffnet die Türen und es sprudelt aus mir heraus.

    Ja, vielleicht sollte ich mehr über Japan bloggen. Ich überlege es mir.

    Liebe Grüße
    Mayumi

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