Krafttier Spinne

„Ich mache mich auf den Weg, um die Spinne zu finden. Ich sehe mich durch Wälder gehen und über eine Brücke. Die Spinne ist in meiner Nähe, sie läuft direkt mit mir nur unterhalb der Brücke. Ich bin mir nicht bewusst, dass sie so nah ist…“

Das war die Erinnerung, die ich aus einem Traum mitbrachte.

Spinnen gehören zu den Tieren, vor denen sich viele ekeln. Ich finde sie zwar nicht schön, bewundere aber ihren Fleiss, die Webtechnik und die Spinnennetze. Spinnen kommen überall hin, weil sie sich extrem dünn machen können. Und sie gehören zu unseren ungeliebten „Haustieren“. Kopf und Körper bilden eine 8, sie hat 8 Beine – die 8 ist das Zeichen für die Unendlichkeit und für Harmonie.

In der Mythologie ist die Spinne – ähnlich den Moiren oder Nornen – zuständig für das Schicksal, sie spinnt den Lebensfaden. Im Hinduismus heisst die Spinnenfrau Maya, sie webt die Illusionen.

Als Traum- oder Krafttier geht es um die Gestaltung des Lebens, Ordnung, Kreativität, Sprung ins Ungewisse. Bei Ereignissen, die nacheinander eintreffen, sprechen wir oft von Fäden, die sich durch unser Leben ziehen. Ich bin „gefesselt“ von jemanden oder man hat mich „eingewickelt“. Ich bin mit anderen verbunden, verknüpft. Und nicht zuletzt ist das Internet „ein Netz“.

Bevor wir auf die Welt kamen, hatten wir bestimmte Ziele, die wir erreichen wollten. Die Spinne erinnert daran, diesen Entwurf mit der Gestaltung unseres Lebens zu überprüfen und das Netz wieder herzustellen. Die Vernetzung mit anderen, aber auch von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

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Autor: Ursula Ortmann, Rees

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