Wiedergeburten

Ich glaube an Wiedergeburten und ich glaube daran, dass man sich aussuchen kann, welche Erfahrung man im nächsten Leben machen möchte.

Uns wurde beigebracht, dass man sich von einem primitiven Halbmenschen zu der heutigen Menschheit entwickelt hat. Dagegen sprechen die Überbleibsel vieler Hochkulturen und dazugehörige sagenhafte Erzählungen. Wie es auch sei, Tatsache ist, dass der materielle Körper eine begrenzte Lebenszeit hat, egal in welcher Form ich lebe. Ich ging bisher davon aus, dass ich bestrebt bin, eine höhere Ausdrucksform zu wählen, also einmal Mensch, dann werde ich immer wieder die menschliche Form wählen. Das bezweifle ich heute, denn mein Geist ist und bleibt gross, egal in welche Form er sich zwängt.

Wenn ich meinen Körper ablege, befinde ich mich ausserhalb von Zeit und Raum. Erst wenn mich meine Wissensbegierde antreibt, werde ich neu inkarnieren. Da ich die (Glaubens)vorstellung übernommen habe, als menschliches Wesen über andere Lebensformen zu stehen, habe ich bisher mit Sicherheit die menschliche Form gewählt. Wenn ich heute die Tier- und Pflanzenwelt betrachte, mit welcher Schönheit, Pracht und Präzision sie ausgestattet sind, kann ich mir darin auch bewusstes Leben vorstellen. Vielleicht interessiert mich die Lebenserfahrung eines Igels oder die eines Adlers, vielleicht wähle ich eine kurze Erfahrung als Eintagsfliege oder eine lange als Baum. Zeit gibt es nur in Beziehung mit der Materie, ohne Verkörperung bin ich zeitlos. Ich bin.

Wenn ich eine Form gewählt habe, umgibt mich das Vergessen an andere Inkarnationen. Es ist wichtig, dass ich die (materielle) Welt betrachte aus der Sicht eines Igels oder entgegengesetzt aus luftigen Höhen. Ich denke, aus der Sicht eines grossen Geistes ist es egal, ob man sich in einen menschlichen Körper zwängen muss oder in die eines Vogels. Man sucht die Begrenzung, um nach dem Ableben seine unbeschreibliche geistige Grösse zu geniessen. Erst durch die Begrenzung erkenne ich die Weite und Freiheit, wie ich erst durch die Dunkelheit die Bedeutung des Lichtes erkennen kann.

Autor: Ursula Ortmann, Rees

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Eine Antwort zu Wiedergeburten

  1. Elke Gelzleichter schreibt:

    Es gibt da zu einen indianischen Begriff (Lakota): Mitakuye Oyasin = ich bin mit allem verbunden, d.h. nichts bleibt in den jewigen Naturgesetzen unbemerkt, nicht nur jedes Tun, sondern auch jeder Gedanke hat Folgen!

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