Das Wassermannzeitalter

Unser Leben wird in Zeit eingeteilt. Auf dieser Erde gibt es verschiedene Zeitrechnungen, so z.B. schreibt der Jüdische Kalender jetzt das Jahr 5772. Die Einführung der Sommerzeit ist ebenso eine Verschiebung der Zeit, der Höchststand der Sonne bleibt davon unberührt.

Die Menschheit durchlebt verschiedene Epochen. So wie beim einzelnen Menschen eine Prägung angezeigt wird, wenn Planetenballungen sich in bestimmten Sternzeichen vorfinden, so wird eine Prägung der Menschheit angezeigt, wenn sich unser Sonnensystem dem Sternbild Wassermann nähert. Doch gibt es keinen bestimmten Zeitpunkt, an dem wir die Sektkorken knallen lassen können, da es diese Zeitrechnung nur in unserem irdischen System gibt.

Blicken wir zurück auf das Fischezeitalter, bildlich dargestellt durch 2 Fische: Gegensätzlichkeiten, Plus und Minus, Pro und Kontra, Arm und Reich, ja sogar die christliche Kirche wurde in 2 Lager gespalten. Zu Beginn des Fischezeitalters wurde Jesus geboren und damit entstand die „Heilige Familie“, Vater, Mutter, Kind – und als Oberhaupt der Vater, der bis ins 19. Jahrhundert und mehr als das einzige gescheite Wesen angesehen wurde, der Entscheidungen treffen durfte. Das Patriarchat hat hemmungslos alles unterdrückt, was nicht „Mann“ war. Unter seiner Knechtschaft wurden nicht nur die Frauen unterdrückt, geknechtet, vergewaltigt sondern alles, was weiblich war: die eigenen Gefühle, Mitleid, die Natur. Mutter Erde wurde aufs Gröbste geschändet.

Die Lehren Jesu wurden zwar weitervermittelt, doch zum Glaubenssystem eines Patriarchats passte nur ein strenger Gott, der wie seine Vertreter andere unterdrückte und ausbeutete. Diese Hierarchie sprach die Familie heilig, da sie selber zeugungsunfähig war.

Männer wurden „wie richtige Kerle“ erzogen, Frauen wie „Dummerchen“ ohne zu berücksichtigen, dass sich in jedem Menschen männliche und weibliche Anteile befinden. Daher fühlten sich die Menschen vom anderen Geschlecht oft missverstanden und Männer wandten sich Männern zu. Dass gerade Männer dem „System Patriarchat“ in den Rücken fiel, wurde strengstens strafrechtlich geahndet. Mutige Männer kämpften für ihre sexuelle Freiheit, mutige Frauen kämpften für ihre Selbstbestimmung. Die „Heiligkeit“ der Ehe und Familie gibt es nicht mehr, Scheidungen sind an der Tagesordnung.

Langsam schleichen sich die Begriffe von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit in die Leben der Menschen: gleichgeschlechtliche Ehen, Alleinerziehende, Patchworkfamilien, adoptierte Kinder werden leiblichen gleichgestellt.

Für das System Familie entstehen sogenannte „Soziale Netzwerke im Internet“, Telefonseelsorge, Lebensberatungen aller Art. Scharenweise laufen die Gläubigen aus den Kirchen weg und suchen ihr Heil in neuen Glaubenssystemen oder in Süchten aller Art.

„Dir geschehe nach deinem Glauben“ oder „Wir werden das, was wir glauben“ etc. Warum glauben wir denn dann nicht, dass wir wunderbare, liebenswerte Geschöpfe sind? Warum glauben wir nicht an unsere eigene Kraft und die Macht unserer Gedanken? Weil wir uns dann mit uns selber auseinandersetzen müssen. Solange wie wir alles auf andere projizieren – und das wird uns von klein auf beigebracht – geben wir auch die Verantwortung an andere ab. Damit wir nicht selber über uns nachdenken, gibt es unzählige Möglichkeiten der Ablenkung. Wir hatten noch nie soviel Freizeit wie heute und wir hatten noch nie so wenig Zeit für den anderen. Wir sind verstrickt in Spiel, Spass und Verpflichtungen, Vereinsmeiereien und „Sehen und Gesehen werden“. Alles soll schnell gehen: das schnelle Geld, das schnelle Menue, die schnelle Reise und auch die schnelle Nummer. Wir brauchen einen neuen „Kick“ um die Leere nicht zu merken, die hinter diesen Aktionen steckt. Wir lügen und betrügen (uns) und sind am Ende die betrogenen Betrüger.

Der Wassermann ist ein menschliches Zeichen und verlangt Menschlichkeit, Brüderlichkeit. Er steht dem Zeichen Löwe gegenüber. Der Löwe protzt mit irdischer Pracht und materiellen Dingen, dem Wassermann geht es um höhere, geistig-seelische Dinge. Es geht um die Entwicklung der Seelen, damit sie leuchten stärker als Gold und Diamanten und es geht um die Wiedervereinigung der „Seelenfamilien“, die Gleichgesinnten im Geiste.

Die Esoterikszene boomt. Es gibt so viele selbsternannte Mystiker und aufgestiegene Meister, dass es schwer ist, die Spreu vom Weizen zu trennen. Wahrscheinlich spielt das auch keine Rolle, man geht einen Umweg. Den Begriff „Zeit“ gibt es ja nur während unseres irdischen Aufenthalts.

Autor: Ursula Ortmann, Rees

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter 2012, Esoterik, Projektionen, Wassermannzeitalter abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Das Wassermannzeitalter

  1. thomasdembowski schreibt:

    *einermeinungbin*

    …allerdings ist das ja „mit der zeitrechnung“ so eine sache …

    http://de.wikipedia.org/wiki/Zyklus_der_Pr%C3%A4zession

    und .. u.a.
    Franz Krojer: Etwas zum Ursprung des Platonischen Jahrs. In: Astronomie der Spätantike, die Null und Aryabhata, München 2009 (Differenz-Verlag)

    .. da ist noch die sache mit der „Null“.

    Außerdem: Kommt es auf den „Blickwinkel“/ den Koordinaten des „Ausgangspunktes“ an, von welchem festgelegt wird, ob der „Sternzeichendurchlauf“ sich rück- oder vorläufig vollzieht.
    (Ausgangspunkt Sonne – oder Erde / Heliozentrich- oder Geozentrisches Weltbild?)

    Ich meine die Geburt Jesu war der Beginn des „Schützezeitalters“ ..
    …ein Zeitalter sind „ungefähr / angepasste“! 1000 jahre des jetzigen Systems.

    Heliozentrisch / Nullpunkt – vorläufig … also
    Schütze geb. Jesu
    Steinbock .. 1000 nach
    Wassermann … „Gegenwart“ …

  2. ursulaortmann schreibt:

    Ich gehe immer von mir aus – ich kann in der irdischen Zeit nur vorwärts gehen – nicht rückwärts. Es mag vielleicht anderen erscheinen, als wenn ich „zurück“ ginge, aber tatsächlich ist es nicht so. Der Schein trügt also: wie es auch tatsächlich die rückläufigen Planeten nicht gibt. 😉
    Ich selber gehe immer vorwärts und ich habe auch den Mut dazu!
    Wann Jesus geboren wurde, spielt gar keine Rolle. Das, was durch ihn vermittelt wurde, spielt eine Rolle – heute mehr als in den vergangenen Jahrhunderten.
    Lieben Dank für deinen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s