Schon mal gelebt

Immer mehr Menschen glauben daran, schon mal gelebt zu haben. Wenn wir uns näher damit befassen, erhalten wir eine unendliche Reihe von Leben, mal als Mann, mal als Frau, manchmal reich, aber überwiegend in ärmlichen Verhältnissen, oft als Mutter vieler Kinder, andere Male als schwer arbeitender Bauer. Wir haben Kriege geführt und haben jedes Verbrechen begangen, das man sich nur denken kann. Unsere Ängste, aber auch unsere Talente stammen aus diesen Leben. Kleine Kinder können sich noch eine zeitlang erinnern, ihre Erinnerungen werden nicht beachtet, man bezeichnet sie als Fantasten oder – schlimmer noch – als Lügner.

Unser Glaubenssystem hält uns in der Angst gefangen: Angst vor Strafe, Verdammnis, Ausgrenzung und anderen lieblosen Vorgehensweisen. Ganz entgegen der Empfehlung „liebe deinen Nächsten“ wird Druck ausgeübt und immer mehr Menschen wenden sich enttäuscht von diesen Systemen ab.

Mit dem Jahre 2012 erwarten wir eine Wende, andere sagen einen Weltuntergang. Für viele geht die Welt wirklich unter, wenn das Gebäude der Hierarchien zusammenbricht samt Hölle und Fegefeuer.

Zu allen Zeiten  gab es Menschen, die eine andere Weltsicht hatten. Seitdem es den Buchdruck gibt, ist die Vervielfältigung sehr einfach. Die alten Mystiker hielten sich in der Nähe der Religionen auf, teils aus Überzeugung, teils aus dem Wissen, dass ihre Schriften sonst nicht zugelassen werden. Die Kirche war der eigentliche Weltherrscher und bestimmte, was sich um wen drehte.

Mystiker in diesem Sinne gibt es nicht mehr, dafür viele Autoren und Seminarleiter, die eine andere Weltanschauung vermitteln. Dabei geht es nicht mehr um das jetzige körperliche Leben, sondern um das Seelenleben mit seinen tausendfachen Erfahrungen. Es geht nicht mehr um die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe, sondern um individuelle Entfaltung, um Selbstbewusstsein und Unabhängigkeit. Es geht um Verständnis und um Vergebung.

Wer sich dafür interessiert, muss erst lernen, sich mit seiner Seele zu verbinden, ihre Botschaften zu hören und zu verstehen. Die Richtigkeit einer Botschaft erkennt man daran, dass sie niemandem schadet. Unsere Seelen gehören zu einer grossen Einheit und keiner liegt etwas daran, sich und anderen Schmerz zuzufügen.

Für lieblose Verhaltensweisen bis zu Mord und Totschlag ist unser Ego zuständig, dass in seiner Selbstherrlichkeit verächtlich auf andere blickt und meint, sie wären seiner nicht Wert. Der Körper wird für diese Selbstverherrlichung benutzt, kein Wunder, wenn er ge-kränkt reagiert. Krankheiten sind Anzeichen einseitiger Lebensführung. Wenden wir unsere Aufmerksamkeit der Seele zu, ist es möglich, Krankheit zu lindern bzw. zu heilen – zigmal erprobt bei Erkältungskrankheiten, ein Anzeichen dafür, dass wir von bestimmten Dingen einfach „die Nase voll“ hatten oder einem „zum Kotzen“ war.

Wer sich für diese Dinge interessiert, wird dorthin geführt, wo er sich informieren kann. Der sogenannte Zufall macht sich schon auf den Weg, um ein Treffen zu arrangieren.

Autor: Ursula Ortmann, Rees

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