der blinde Fleck

Der blinde Fleck soll da sitzen, wo Neptun steht. Bei mir im 7. Haus, also alles, was mit dem DU zu tun hat.
Ich kann dem sogar zustimmen. Ich bin ein hoffnungslos gutgläubiger Mensch, der von Natur aus anderen nichts Schlechtes zutraut. Dadurch wurde ich oft enttäuscht, weil es deeen guten Menschen einfach nicht gibt.

Es ist aber meine Mentalität und ich fühle mich wohl mit dem Gedanken an das Gute im Menschen. Also erlebe ich immer wieder diesen Schmerz, dass die Realität anders aussieht.

Was ich immer wieder kritisiere ist dieses Schuldprinzip. Die „Schuld“ ist eine Erfindung des Kollektivs. Es soll uns zu Verhalten auffordern, die ein Herrschaftssystem vorgibt. Wir sollen (mit Döbereiners Worten) zur Herde passen, riechen und mittrotten wie sie. Bloss nicht anders sein, bloss nicht individuell. Wenn man nicht mehr zur Herde gehört, ist man Freiwild und zum Abschuss freigegeben. Jeder darf auf dich schiessen und wer hat daran Schuld: du selber. So einfach ist das System. Und es funktioniert.

Was uns krank macht ist, dass wir uns weit von uns selber entfernt haben. Wir kennen uns selbst nicht mehr. Wer sich auf die Suche begibt nach sich selbst, ist auf dem Weg der Genesung.

Redewendungen „Bist du eigentlich blind“ oder „blind vor Liebe“ beschreibt sehr genau die Dinge, die wir einfach nicht sehen wollen. Wir leben in einer Realität, die es nicht gibt. Ein Paradoxon – aber von allen Menschen praktiziert.
Das ist wie mit dem Weihnachtsmann: kein Erwachsener glaubt an ihn, doch jeder weiss, wer er ist und kann ihn ausführlich beschreiben.

Autor: Ursula Ortmann, Rees

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