„Mut – lebe wild und gefährlich“ – Osho

Als Urlaubslektüre habe ich das genannte Buch gelesen und war von den Botschaften sehr angetan.

Osho wollte vermitteln, dass jeder so sein sollte, wie er eben ist. wenn jemand z.B. feige wäre, so wäre nichts Falsches daran. So wie man wäre, wäre man in Ordnung.

Der Name selber sagte mir gar nichts. Als Osho aktuell war, war ich gerade frisch verliebt, habe später geheiratet und war mit der Aufzucht meiner Kinder vollauf beschäftigt. So verpasste ich auch, dass man ihn mit freier Sexualität in Zusammenhang brachte, worüber die christlich gesinnte Welt äusserst empört war.

Als ich also dieses Buch zu Ende gelesen hatte, erwähnte ich es in einem Forum, wo ich damals aktiv war – und es folgte ein unglaubliches Echo. Sowohl dort als auch per email nahmen Menschen mit mir Kontakt auf, die Osho persönlich kannten und eine zeitlang in seinem Camp gelebt hatten. Eine Gesprächspartnerin: „Für mich profilierte er sich einerseits als Prophet u. Philososph,andererseits als genialer Therapeut…..ob er erleuchtet war, kann ich nicht beurteilen…..aber er muss eine unglaubliche Aura gehabt haben, bestätigte mir eine Freundin, die damals längere Zeit in Poona, seinem Therapiezentrum, verbracht hatte. “

So berichtete man auch mir, dass von ihm eine unglaubliche Ausstrahlung ausging. Um etwas über seinen Werdegang zu erfahren, braucht man nur zu googlen.

Was mich an dem Buch besonders beeindruckte, war der Hinweis, dass es viele Menschen mit sich selber nicht aushalten. Deswegen wird nach Abwechslung und Ablenkung gesucht, man lässt sich berieseln, sucht Hektik und Stress bis weit in die Freizeit hinein, nur um seine innere Stimme nicht zu hören.

Aus der Sicht Oshos ist man für alles verantwortlich, was einem passiert. Das kommt einem doch sehr bekannt vor. Wird es nicht in allen spirituellen Kundgaben veröffentlicht? In allen wird darauf hingewiesen, dass wir die „Schuld“ nicht bei anderen suchen sollen, sondern ganz alleine bei uns selber, weil wir das anziehen, was uns gerade für einen weiteren Fortschritt in unserer Entwicklung benötigen. Wenn wir uns als Menschen sehen, der Fehler hat und Fehler macht, der kleinlich und/oder arrogant ist, haben wir keine Erwartungshaltung an andere. Wir konzentrieren uns auf uns selber und fragen: was ist falsch daran? Der Verstand ist es, der uns Ängste einflösst, er rechnet und berechnet: Was gebe ich und was erhalte ich dafür? Dabei ist es ganz einfach, seinen Nächsten zu lieben ohne eine Erwartungshaltung. Lehne ich einen Menschen ab, ist das auch okay? Ich lass es einfach so stehen und suche nicht nach Fehlern, deswegen ich ihn ablehnen könnte. Es gibt mit Sicherheit einen guten Grund dafür, doch möchte ich kein Urteil darüber abgeben.

„Urteile nicht“ habe ich mir gross in mein Herz geschrieben und es fällt mir immer leichter, mich daran zu halten. Ich registriere es – fertig. Eine zeitlang habe ich noch versucht, mein Verhalten zu erklären, weil es mir wichtig war, was andere von mir dachten. Ich habe es mittlerweile aufgegeben, es spielt keine Rolle mehr.

Alle Informationen, die ich brauche, finde ich in meinem Innern und ich komme täglich mehr bei mir selber an. Den Weg dorthin ebnen mir solche Bücher. Meine neueste Errungenschaft heisst „Ich stehe nicht mehr zur Verfügung“ von Olaf Jacobsen.

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